In regelmässigen Abständen, alle paar Wochen, verbringen die Kinder der Basisstufe Menzberg einen Vormittag im Wald. Warm eingepackt, mit dem Rucksack am Rücken, machen wir uns vom Schulhaus aus auf den Weg – vorbei am Hotel Menzberg Richtung Wald.
Unterwegs gibt es mehrere Sammelplätze, an denen wir aufeinander warten. Dabei lauschen wir dem Wind und den Vogelstimmen und nehmen unsere Umgebung mit allen Sinnen wahr. Ist der Napf verschneit? Ist der Weg eisig oder pflotschig? Ist die Luft so kalt, dass sie richtig «rücht»?
Weiter geht es zu den Ameisenhügeln. Was machen die Ameisen im Winter? Warum ist der Hügel in sich zusammengesunken? War es ein Tier oder der Schnee? Lernen in der Natur bedeutet, dass Fragen aus dem Moment heraus entstehen, dass wir gemeinsam staunen und uns auf die Suche nach Antworten machen.
An unserem Waldplatz beim «Hobu / Drehnapoleon» angekommen, deponieren wir die Rucksäcke und stimmen gemeinsam unser Waldlied an:
«Mer gönd i Wald, hei hi hei ho,
mer gönd i Wald, wotsch ou metcho.
Mer gönd i Wald
ond sammlet Blätter, Äscht ond Gräser ond no meh – juhee!»
Einige Kinder besuchen anschliessend «ihren Baum», andere vertiefen sich ins freie Spiel. Jeweils zwei Kinder helfen beim Feuermachen – eine Aufgabe, die Übung, Geduld und Verantwortungsbewusstsein erfordert.
Im Spiel schlüpfen die Kinder in verschiedene Rollen: Sie werden zu Waldtieren, die im weichen Moos schlafen, zu Elfen, Feen, Zwergen oder Waldarbeitern, bauen Hütten oder erfinden eigene Spielwelten. Dabei sammeln sie vielfältige Erfahrungen im Umgang mit der Natur – im freien Spiel, im Beobachten, im Aushalten, im Selbständigsein, im Verbundensein und im mutigen Ausprobieren von Neuem.
Inzwischen brennt das Feuer, und ein Topf mit Buchstabensuppe steht über den Flammen. Einige Kinder grillieren zusätzlich ein Schlangenbrot oder eine Wurst. Gemeinsam geniessen wir unser Znüni.
Nach dem Essen wird alles sorgfältig aufgeräumt und wieder im Rucksack verstaut. Anschliessend bleibt nochmals Zeit zum Spielen oder um Eindrücke im «Waldheft» festzuhalten, bevor wir uns für den Rückweg sammeln.
Glücklich – und vielleicht auch ein wenig erschöpft – kehren wir ins Dorf zurück. Gut genährt vom Znüni und von all den Erlebnissen freuen wir uns schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heisst: «Mer gönd i Wald, hei hi hei ho …»
Bericht Basisstufenteam Menzberg







